Probeartikel

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Outdoor-Querschuss

Ein Multifunktions-Aktionsmodul für viele Anlässe

Zielgruppe: Jugendgruppen, Freizeiten, aber auch Gemeindefeste, ...

Dauer: eine Gruppenstunde

Gruppengröße: je nach Variante

Idee

Diese Idee lässt sich in seinen verschiedenen Varianten sowohl turniermäßig im Rahmen einer Gruppenstunde als auch als Station bei Geländespielen und Gemeindefesten einsetzen.

Ein Team hat die Aufgabe, ein langes Brett, auf dem mit Wasser gefüllte Plastikbecher stehen, durch ein korridorartiges Geländestück zu transportieren. Ein anderes Team verteilt sich am Rand des Korridors und muss mit Schwämmen möglichst viele Becher treffen.

Der Outdoor-Querschuss erfordert ein hohes Maß an Konzentration und Kooperation innerhalb der Teams. Ähnlich wie beim Biathlon liegt in einer möglichst idealen Kombination von Schnelligkeit und Geschicklichkeit der Schlüssel zum Erfolg.

Tipp: Diese Outdoor-Variante des Querschuss erweitert die Spielidee von Manfred Pohl im Steigbügel 335:29

Aufbau

Benötigt wird ein stabiles langes Holzbrett. Länge und Gewicht sind auf die Teamgröße und das Alter der Teilnehmenden abzustimmen. Bei einer Länge von etwa 2-3 m und einer Breite von etwa 20 cm lässt sich das Brett auch von jüngeren Personen noch gut tragen.

Um das Risiko von Verletzungen im Falle eines unkontrollierten Fallens des Holzbretts zu minimieren, sollten die beiden Enden durch eine entsprechende Polsterung ummantelt werden.

Am besten wird in einem weitgehend ebenen Waldstück mit einem Trassierband ein Korridor markiert. Wichtig ist, dass der Untergrund weitgehend frei von Stolperfallen (kein herumliegendes Gestrüpp, keine Baumstümpfe, keine sonstigen unerwarteten Unebenheiten!) ist. Der Korridor sollte mindestens 5 m breit und ca. 50-100 m lang sein. Im Startbereich sollte der Korridor etwas breiter sein, damit sich das Läufer-Team von Werfern ungestörter in Bewegung setzen kann.

Für das Werfer-Team werden mit Wasser gefüllte Eimer und Schwämme seitlich des Korridors bereit gehalten.

Material

  • 1 Holzbrett (Länge ca. 2-3 m, Breite ca. 20 cm, Tiefe ca. 2-3 cm)
  • Polsterung für die beiden Enden (z.B. Stoffreste, Schaumstoff, mit Schnur oder festem Klebeband fest umwickeln, evtl. noch stabile Plastiktüte überstülpen und befestigen)
  • stabile (bruchsichere) Plastikbecher (z.B. Campinggeschirr)
  • Trassierband (zum Markieren des Korridors)
  • Eimer
  • Wasser
  • Schwämme (im Drogeriemarkt kaufen oder Schwammstoff in Stücke schneiden
  • evtl. Stoppuhr

Spielregeln

Jedes Läufer-Team besteht aus zwei Personen. Das Holzbrett wird an jedem Ende von einer Person gehalten. Alternativ können auch Teams mit vier Personen gebildet werden, wobei es bei mehr als zwei Personen schwieriger ist das Holzbrett waagerecht in der Balance zu halten.

Im Startbereich werden zehn mit Wasser gefüllte Plastikbecher auf das Holzbrett gestellt.

Das Werfer-Team bekommt insgesamt zwanzig Schwämme und verteilt sich auf einer Seite entlang des Korridors. Die Werfer dürfen sich außerhalb des Korridors bewegen. Jeder Schwamm darf aber nur einmal geworfen werden.

Das Läufer-Team muss nun versuchen, das Holzbrett durch den Korridor zu transportieren mit dem Ziel, dass möglichst wenig Plastikbecher beim Transport umfallen oder vom Werfer-Team getroffen werden.

Die benötigte Zeit ist für die Wertung nicht ausschlaggebend. Da die Treffer-Chancen des Werfer-Teams umso niedriger sind als sich das Läufer-Team schneller durch den Korridor bewegt, sollte die Laufzeit im Interesse eines zügigen Spielbetriebs höchstens durch eine Maximallaufzeit begrenzt werden.

Für jeden Becher, der im Ziel noch auf dem Holzbrett steht, bekommt das Läufer-Team einen Punkt.

Varianten

Das Turnier (vor allem auch für kleinere Gruppen geeignet)

Jedes Team gegen jedes Team, d. h. jedes Team läuft mehrmals und wird bei jedem Lauf von einem an-deren Team beworfen.

Der Spießrutenlauf (vor allem auch bei Freizeiten mit mehreren Teilnehmenden geeignet)

Alle gegen zwei, d.h. jedes Team läuft einmal oder mehrere Male durch den Korridor und alle anderen Teilnehmenden erhalten jeweils einen Schwamm. Jeder Werfer hat in jeder Runde nur eine Wurfchance und muss sich gezielt überlegen, wann und wo er wirft.

Long-Vehikel (die Mega-Variante)

Statt einem "nur" 2-3 m langen Brett wird ein 4-5 m langes Brett verwendet. Bei dieser Variante kann in der Mitte des Bretts eine Querlatte befestigt werden, an der dann zwei weitere Personen das Brett halten können.

Mittendurch (auf beiden Seiten des Korridors stehen Werfer)

Bei dieser Variante wird es für das Läufer-Team noch schwieriger, Treffer durch gezieltes Bewegen des Holzbrettes abzuwenden. Wenn von beiden Seiten des Korridors geworfen wird, sollte der Korridor min-destens 8-10 m breit sein. Weiter muss bei dieser Variante vom Spielleiter besonders darauf geachtet werden, dass jeder Schwamm nur einmal geworfen wird.

Wiesen-Variante

Statt im Wald kann das Spiel auch auf einer Wiese gespielt werden. Bei größeren Veranstaltungen kann der Korridor auch als Rundkurs wie in einem Stadion gestaltet werden. Die aktiv werfenden Zuschauer stehen in einem großen Kreis oder Oval um den Parcour herum. Diese Variante eignet sich vor allem auch als unterhaltsames und publikumsintensives Spektakel. Verbunden mit einer anfeuernden Moderation kommt hier schnell eine begeisterte Stadionatmosphäre auf. Wichtig ist auch hier, dass wegen der Chancen-gleichheit aller Läufer-Teams die Anzahl der Werfer und der Schwämme bei allen Läufen jeweils gleich hoch ist.

Andreas Lämmle, Notar, Altensteig Langjähriges Mitglied im Steigbügel-Redaktionsteam. Beim Entwickeln von Spielideen entdeckt er oft, dass möglichst "einfache" Ideen am besten ankommen.

Aus: Der Steigbügel 3/2010 (337)

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