Probeartikel

< Crepeseisen selbst gemacht

Der "B-Horn-Segler" fliegt

Eine kombinierte Tüftler- und Spielidee

Zielgruppe: Jugendgruppen

Dauer: je nach Lust und Laune

Gruppengröße: variabel

Warum heißt der "B-Horn-Segler" "B-Horn-Segler"? Die Antwort ist ganz einfach: Der Rollflügler, so der offizielle Name, hat uns an die Flügel des Ahornbaumes erinnert. Und da es diese ja schon gibt, haben wir uns für die B-Variante entschieden: also "B-Horn-Segler".

Herstellen von "B-Horn-Seglern"

Jedes Gruppenmitglied stellt zwei B-Horn-Segler her. Da eine gewisse Trocknungszeit benötigt wird, sollten die selbst gefertigten Segler erst gegen Ende des Abends eingesetzt werden.
Die Jugendlichen nehmen ihre Flugobjekte mit nach Hause und sollen mit ihnen trainieren, damit beim Einsatz des B-Horn-Seglers in einem der nächsten Spielabende der Erfolg noch größer ist.
Zur Durchführung des Spielabends sollten genügend Segler vorhanden sein. Die Mitarbeitenden sollten in "Heimarbeit" die Flugobjekte basteln, am besten für jedes Gruppenmitglied einen Segler.

Die Bastelanleitung:
Teil 1
Teil 2

Die Trainingsphase

Hier benötigen die Jugendlichen viel Zeit! Trainiert werden die "Abwurftechniken" und die "Abwurfgeschwindigkeiten" im Hinblick auf die nachher benötigten Fertigkeiten, d. h. den Segler möglichst weit fliegen zu lassen bzw. in einem Feld landen zu lassen bzw. möglichst lange in der Luft zu halten. Z. B. kann der Segler außen an den beiden Seitenteilen festgehalten werden und durch eine Drehbewegung abgeworfen werden oder man hält den Segler im Mittelteil und wirft mit einer Drehbewegung ab. Die Drehbewegung wird mit dem Handgelenk ausgeführt.

Einzelspiele

Spiel 1: Weitflug

Von einer Markierung aus wird der Segler losgeschickt und die zurückgelegte Strecke wird gemessen.


Material: Maßband oder Zollstock

Spiel 2: Zielflug

Von einer Markierung aus lässt man den Segler starten. Dieser muss in einem am Boden markierten Feld landen. Insgesamt etwa drei Durchgänge spielen und zählen, wie oft bei einem Spieler bzw. einer Spielerin das Flugobjekt im Zielfeld gelandet ist.


Material: Klebeband oder Kreide für Startmarkierung und Zielfeld

Spiel 3: Möglichst lange in der Luft

Jetzt besteht die Aufgabe darin, den Segler so geschickt zu werfen, dass er möglichst lange in der Luft bleibt. Wahrscheinlich ist es physikalisch so, dass er dazu in eine hohe Rotation versetzt werden muss. Wie das gelingt, sollte in der Trainingsphase ausprobiert werden. Es ist auch viel Glück dabei. Am besten mit einer Stoppuhr die Flugzeit messen.

Material: Stoppuhr

Spiel 4: Wer hat als Erster 30?

Am Boden sind drei Felder markiert mit den Wertungen 5 bzw. 10 bzw. 15 Punkten, d. h. wenn der Flieger in dem am weitesten entfernten Feld landet, bekommt man 15 Punkte. Es werden mehrere Durchgänge gespielt. Wer kommt als Erster auf mindestens 30 Punkte?

Material: Klebeband oder Kreide für Startmarkierung und Punktefelder

Spiel 5: Wer hat den Bogen raus?

Jetzt ist die Aufgabe, den Segler geradeaus nach vorne abzuwerfen und ihn in einem Bogen fliegen zu lassen. Auch das sollte vorher trainiert werden. Gemessen wird die seitliche Abweichung.

Material: Maßband oder Zollstock

Spiel 6: Es geht auch rückwärts.

Dieses Spiel vielleicht ganz zum Schluss nach den Mannschaftsspielen einsetzen als besondere Herausforderung. Wenn der Segler geschickt in Rotation gesetzt wird, fliegt er zunächst nach vorn oder oben und fliegt dann rückwärts. Für die Wertung würde man die Abweichung von der Marke nach hinten messen.

Material: Maßband oder Zollstock

Mannschaftsspiele

Am besten zwei Teams auslosen. Mit drei Mannschaften geht es auch, es wird jedoch etwas komplizierter.

Material: Siehe Material der Spiele 1-6

Spiel 7: Weitflug im Team

Alle Jugendlichen aus einer Mannschaft stehen nebeneinander an einer Linie. Auf "Los" werden die Segler abgeworfen. Die Strecke des weitesten Fluges wird gemessen. Dann ist die andere Mannschaft an der Reihe. Wenn es pro Mannschaft zu viele Spielerinnen bzw. Spieler gibt (z. B. mehr als sechs), dann nehmen im ersten Durchgang vier teil und im zweiten Durchgang die restlichen.

Spiel 8: Zielflug im Team

Jetzt stehen die Gruppenmitglieder einer Mannschaft nebeneinander und versuchen, die Flieger alle im angezeichneten Feld zu platzieren. Pro Segler im Feld gibt es einen Punkt. Mehrere Durchgänge spielen lassen.

Spiel 9: Welches Team kommt als erstes auf 50

Aufgabe wie in Spiel 4. Jetzt müssen pro Mannschaft mindestens 50 Punkte erreicht werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Mannschaften werfen abwechselnd. Die Einzelergebnisse müssen addiert werden.

Spiel 10: Das Duell

Möglichkeit 1: Von jeder Mannschaft tritt ein Jugendlicher an. Auf "Los" geht's los. Welcher der beiden Segler ist länger in der Luft? Die betreffende Mannschaft bekommt bei diesem Spiel einen Punkt. Dann kommt das nächste Paar dran.

Möglichkeit 2: Dasselbe wie bei Möglichkeit 1, nur geht es jetzt um die Weite.

Spiel 11: Langzeitflug im Team

Von jeder Mannschaft steht ein Mitglied an der Markierung. Auf 2Los" werden die Segler in die Luft gesetzt mit dem Ziel, dass diese eine möglichst lange Zeit fliegen. Wenn von einer Mannschaft der Flieger landet, kommt das nächste Mitglied dran und lässt seinen Segler fliegen. Welche Mannschaft bekommt die längste Gesamtzeit zusammen?

Wertung

Bei jedem Einzelwettbewerb bekommt die beste Spielerin bzw. der beste Spieler die Note 1, das zweitbeste Mitglied die Note 2 usw. Bei den Mannschaftsspielen bekommen alle Mitglieder der Siegermannschaft die Note 1. Diese Noten werden zur Summe der Einzelspiele hinzuaddiert. Wer hat am Schluss die niedrigste Zahl, d.h. die beste Gesamtnote?

Manfred Pohl, Oberstudiendirektor, Schlat Joe Pfeifer, Gemeindediakon, Pliezhausen

Aus: Der Steigbügel 2/2010 (336)

Hier gehts
zum aktuellen Heft

Login: