Probeartikel

< Der ultimative Dekathlon

Draußen aktiv

Spielideen fürs Freie

Zielgruppe: Jugendgruppen

Dauer: ca. 30 min

Gruppengröße: ab 2

Frisbee zweimal anders

Wer kennt sie nicht, die bunten Flugscheiben. Die Frisbees fliegen diesen Sommer wieder. Denn es geht auch anders - als nur öde hin- und herzuwerfen.
Also, Frisbee-Scheibe (am besten eine Eurodisc 175 gr.) eingepackt und los geht?s in die Natur.

Discgolf

Material: 1 Frisbee-Scheibe, Markierungen

Los geht?s zum Golfen. Discgolf wird ähnlich gespielt wie Ballgolf. Eine Reihe von Zielen muss in einer bestimmten Abfolge angespielt werden. Je abgefahrener der Kurs, desto interessanter wird natürlich das Spiel. Anzustreben sind Spielbahnen, die zwischen Abwurf und Ziel zahlreiche "natürliche Hindernisse" aufweisen.

Der Abwurf auf einer Bahn wird von einem bestimmten Ort vorgenommen. Alle weiteren Würfe erfolgen von dem Punkt, an dem die vorher geworfene Frisbee-Scheibe zum Liegen kam. Die für einen Kurs mit mehreren Bahnen benötigten Würfe werden zum abschließenden Ergebnis addiert. Spielen mehrere Personen einen Kurs ab, so beginnt an einer Bahn der Spieler mit der niedrigsten Zahl an benötigten Würfen bei der vorhergehenden Bahn.

Die Ziele kann man fast an jedem beliebigen Ort selbst markieren. Es können aber auch vorhandene Gegenstände (z. B. Bäume) gewählt werden. Frisbeegolf verdient seinen Namen erst, wenn die Distanzen großzügig (mind. 100 m zwischen den Löchern) gewählt sind.

Ultimate

Material: 1 Frisbeescheibe, Sägemehl für die Spielfeldmarkierung

Frisbee mal als Mannschaftspiel. Ultimate bündelt verschiedene Spielelemente aus dem Basketball und dem American Football. Jedoch bedeutet jeder Körperkontakt hier (theoretisch) ein Foul. Gespielt wird in zwei Mannschaften mit 7 Spielerinnen oder Spielern und auf einem Spielfeld (ca. 35 m x 55 m). An beiden Enden des Spielfeldes befindet sich noch einmal jeweils eine 25 m lange Freifläche, die sogenannte Endzone.

Die Spielidee ist, die von einem Mitspieler geworfene Frisbeescheibe in der gegnerischen Endzone am Ende des Feldes zu fangen. Bei Erfolg erhält die Mannschaft des Fängers einen Punkt. Die angreifende (in Scheibenbesitz befindliche) Mannschaft versucht, sich Freiräume zu erlaufen; die verteidigende Mannschaft versucht, durch Decken und Blocken in Scheibenbesitz zu gelangen.

Das Spiel ist dadurch sehr laufintensiv, allerdings darf sich die Spielerin oder der Spieler mit der Scheibe nicht von der Stelle bewegen. Der Sport wird ohne Schiedsrichter gespielt, alle Entscheidungen werden von den beteiligten Jugendlichen auf dem Feld getroffen.

Ein Spiel mit Hand und Fuß

Für alle Ballfreunde - das besondere Ballspiel. Einen Handball oder kleinen Fußball (Größe 4) mitnehmen - Wiese finden - Tore markieren (ca. 2 m breit) und schon kann es losgehen!

Speedball

Material: 1 Handball oder kleiner Fußball (Größe 4), Markierungen für die Tore

Eigentlich ein Spiel fürs Köpfchen. Denn hier ist umdenken angesagt. Speedball das ist ein rasantes Mannschaftsspiel - eine Mischung zwischen Handball und Fußball. Zwei Mannschaften (jeweils 5-8 Spielerinnen oder Spieler) stehen sich auf einem Spielfeld (ca. 50 x 30 m) gegenüber und versuchen auf besondere Weise jeweils an das andere Ende des Spielfeldes zu gelangen.

Eigentlich keine neue Spielidee. Eigentlich wie beim Handball oder Fußball auch. Wie kommt es jetzt zur Mischung? Die Grundspielweise ist, dass die Jugendlichen sich den Ball anfangs mit der Hand zupassen. Laufen mit dem Ball und Prellen ist nicht erlaubt. Das Ziel ist es - in diesem Fall - den Ball hinter dem Tor des gegnerischen Teams aufzufangen.

Fällt der Ball allerdings während eines Spielzuges auf den Boden, darf er nicht aufgehoben werden, sondern jetzt muss der Ball mit dem Fuß weitergespielt werden. In diesem Fall dürfen die Spielerinnen und Spieler auch mit dem Ball am Fuß laufen. Jetzt ändert sich auch das Ziel. Der Ball muss jetzt im Tor untergebracht werden.

Wird der Ball mit dem Fuß in die Luft geschossen oder geflankt, haben dann die Spieler die Möglichkeit den Ball auch wieder mit den Händen zu fangen. Gelingt das, wechselt die Spielweise wieder. Und so weiter und so fort. Mal Hand, mal Fuß aber immer mit Köpfchen!

Was für die Beine

Cent-Staffel

Material: Einige Cent-Münzen

Was man nicht alles mit Geld anstellen kann. Meist tragen wir die kleinen Münzen mit uns einfach so herum. Auch bei dem folgenden Spiel werden Cents transportiert, aber auf eine eher ungewöhnliche Weise.

Man legt zuerst einen Cent auf die eigene Schuhspitze und versucht dann, die Münze in dieser Art über eine Strecke von zehn Metern zu befördern, ohne dass sie herunterfällt. Als etwas schwierigere Variante bietet sich auch an, auf beide Schuhspitzen einen Cent zu legen. Jetzt ist aber Zeit für ein Münzenrennen. Ein Wettlauf von jeweils zwei Jugendlichen gegeneinander und zum Abschluss ein Staffellauf. Leider gibt?s bei dem Spiel keine Zinsen. Aber dafür Muskeln!

Zeitlauf

Material: 1 Uhr mit Sekundenzeiger oder digital, Blatt Papier und Stift

Wie die Zeit vergeht. Fangen wir mal klein an. Wie lange dauert eine Minute? Das soll bei diesem Spiel von allen Jugendlichen geschätzt werden: Am besten wird es sein, wenn dabei alle die Aufgabe gestellt bekommen, nacheinander eine Strecke von 50 Metern möglichst genau innerhalb einer Minute zurückzulegen - und zwar, ohne stehen zu bleiben oder auf die Uhr zu schauen. Schreiben wir es auf: Bei jedem Läufer wird dann im Ziel aufgeschrieben, wie viele Sekunden er oder sie gebraucht hat. Damit die nachfolgenden Mitspieler keinen Vorteil haben, ist es am besten, die Ergebnisse der einzelnen Läufe erst ganz zum Schluss bekannt zu geben. Wer funktioniert wie ein Schweizer Uhrwerk?

Luftballons on Tour

Korbball

Material: Luftballons, Kochlöffel (evtl. auch Fliegenpatschen), ein großer Papierkorb

Füllen wir die Körbe. Wie im klassischen Korbballspiel kommt es auch hier darauf an, einen Ball in einen Korb zu befördern ? nur dass bei dieser Variante der Ball durch einen aufgeblasenen Luftballon und die Hand durch einen Kochlöffel ersetzt wird.

Zu Beginn wird in der Mitte des Spielfeldes ein großer Papierkorb aufgestellt, in den die Luftballons hinein befördert werden sollen. Zwei bis vier Spieler erhalten nun je einen andersfarbigen Luftballon und einen Kochlöffel.

Los geht?s. Nach dem Startzeichen muss jede Spielerin und jeder Spieler versuchen, den Ballon in den Korb zu bekommen. Dabei darf der Luftballon aber nur mit dem Kochlöffel berührt werden. Zugleich bemühen sich alle zu verhindern, dass die Ballons der anderen im Korb landet. Ganz lustig wird?s, wenn der Wind mitspielt!

Wasser-Luftballon

Material: Luftballons, Wasser zum Füllen, Schnur

Füllen wir doch mal einen Luftballon mit was. Na, mit Wasser! Dann kann man sich fast denken was jetzt folgt. So einen Wasserluftballon muss man ganz vorsichtig behandeln. Ihr wisst warum ...

Alle Mitspieler stehen im Kreis und der Wasser-Luftballon wird von Person zu Person geworfen. Ganz sachte und mit Gefühl! Denn er soll ja nicht platzen. Bei wem es dann doch geschieht, hat sich nicht nur eine Dusche erspart, er bekommt mit Sicherheit auch das "Mitgefühl" der anderen zu spüren.

Nach dem Training kommt zum Abschluss das Wasserluftballon-Volleyballturnier.

Zwei Mannschaften werfen sich gegenseitig den Ballon über eine Schnur, die in einer Höhe von ca. 2 Metern gespannt ist. Welche Gruppe hat weniger Verluste. Na dann Wasser Marsch!

Henrik Struve, Landesjugendreferent für Sportarbeit beim ejw, Stuttgart

Aus: Der Steigbügel 3/2009 (333)

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