Eskimo-Abend
- Wahre und erdachte Eskimo-Spiele -

 

Vorab ein Hinweis zu den Begriffen "Inuit" + "Eskimo"

Der Begriff "Inuit" bezeichnet Menschen diverser Volksgruppen, die in der Arktis um den Nordpol herum leben. 

Der Begriff "Eskimo" ist manchmal weiter gefasst und er bezeichnet eine Reihe von Volksgruppen im arktischen Kulturkreis, die traditionell als Jäger und Sammler lebten, und deren Hauptanteil von den Inuit gestellt wird.
Der Name bedeutet auf dt. etwa "Rohfleischesser" od. "Schneeschuhmacher" und stammt aus der Sprache der Cree-Indianer, diese hatten häufig Auseinandersetzungen mit den Inuit.
"Eskimo" wird heute oft als diskriminierend angesehen (ähnlich wie "Neger" oder "Zigeuner"). Wir sollten daher besser das Wort "Inuit" verwenden.

Grundsätzliches

Wenn draußen der kalte Wind pfeift, Bäche, Pfützen und Seen zugefroren sind und vielleicht sogar ein wenig Schnee liegt, dann paßt der "Eskimo-Abend" ins Programm. Als Einstieg bietet sich ein kleines Quiz an :jeder schreibt möglichst viele Begriffe auf, die aus der Eskimosprache stammen! Beispiel. Kajak, Anorak, Iglu
Zwischendurch kann ja noch ein kleiner Imbiß gereicht werden.

Gruppeneinteilung

Jeder Spieler darf sich beim Eintritt in den Raum einen Fisch angeln, auf dem der Name seiner Gruppe steht.

Material: Angeln aus Haselnußruten o. ä., ca. 1,80 Meter lang. Statt des Angelhakens einen kleinen Magneten befestigen. Fische ausschneiden, mit den Namen der Eskimostämme beschriften und mit einer Büroklammer versehen. Das Ganze kommt in eine große Waschwanne. Man kann die "Fische" auch mit Drahtösen versehen und mit einem richtigen Haken angeln, das ist aber wesentlich schwerer.

Namen von von Eskimostämmen:
Okvik, lputak, Thule, Dorset, Sarqaq, lunksuk, Birmirk. (Entnommen aus dem Buch Eskimo" von Wally Herbert, ein Arena Sachbuch 6,90DM)

Nach dem jeder geangelt hat und zu seinem Stammesnamen gekommen ist, setzt er sich zu seiner Gruppe. Jeder Stamm hat einen Platz, z. B. Iglu (angedeutet).

Spiele

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    Jagdübung -ein original Eskimospiel

    Es besteht aus einem Stück ausgehöhltem Röhrenknochen und einem dünneren Knochen, die im Original mit einem ca. 70 cm 1angen Lederriemen verbunden sind. Mit dem dünnen Knochen wird dann versucht, den Röhrenknochen aufzuspießen. Man kann sich bei einem Schlachter die entsprechenden Teile holen und dann entsprechend herrichten. Das sieht natürlich super gut aus.

    Material: (wenn man auf Knochen verzichten will): Man malt auf ein Stück Karton einen Halbkreis, Radius 15 cm, schneidet das Teil aus und rollt dieses Kartonstück zu einer Spitztüte Gut festkleben. Dazu noch ein Stück Schnur ca. 70 cm lang und ein aus einem Leistchen (Haselnußstock) geschnitztes Holzmesser. Siehe Abbildung.
    Das funktioniert auch sehr gut.

    Wettbewerb: Von jeder Gruppe wird ein Spieler/eine Spielerin ausgewählt. Jetzt kommt es darauf an, in 90 Sekunden möglichst oft mit dem Holzmesser die Spitztüte zu treffen. Pro Treffer einen Punkt.

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    Als der Hunger sehr groß wurde

    Einleitende Geschichte:
    Der Winter geht dem Ende zu. Die Situation ist gespannt. Im ganzen Dorf gibt es keine Munition mehr für die Gewehre. Der Hunger ist riesengroß. Es geht ums Überleben. Da machen sich die Jäger auf und gehen einzeln auf die Jagd. Ein Jäger hat sich hinter einem Schneehaufen versteckt und will ein vorbeilaufendes Karibu (Rentierart) mit dem Messer abstechen. Er hat es lange mit dem Jagdspiel geübt. Aber jetzt ist es ernst. Das überleben der Dorfbewohner hängt von seinem Jagdglück ab.

    Material: 1 Tisch, Kreide (Tesakrepp), Papprollen in ca. 10 cm Länge mit verschiedenen Durchmessern. Z. B. Klopapierrollen, in ca. 10 cm Länge gesägte Posterrollen ... Der Tisch wird mit den zwei Beinen einer Längsseite auf zwei Stühle gestellt, so entsteht eine schräge Ebene.

    Wettbewerb: Ein Mitarbeiter läßt die Rollen den Tisch runter rollen. Unten steht der Eskimo und versucht, mit einem aus Holz gebastelten Messer (Klingenlänge ca. 25 -30 cm) die herab rollenden Rollen mit dem Messer seitlich aufzuspießen. Die Schwierigkeit: Er darf nur zustoßen, wenn die Rolle sich zwischen Klebeband und Tischkante befindet; nicht vorher. Die verschiedenen Durchmesser ergeben unterschiedliche Punkte.

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    Einfädeln

    Einleitende Geschichte:
    Ein Eskimo ist mit seinem Kajak (aus der Eskimo-sprache) unterwegs und reißt sich an einem scharfen Eisberg seinen Anorak (aus der Eskimosprache) kaputt. Wegen der Kälte versucht der Eskimo den Anorak sofort zu nähen. Er will ja nicht erfrieren. Es ist aber sehr schwer in dem wackeligen Boot, den Faden durch das Nadelöhr zu bekommen.

    Material: Ein Liter Apfelsaft-/Weinflasche, pro Spieler: eine Flasche, eine große Stopfnadel, ein Stück fester Faden.

    Wettbewerb: Von jeder Gruppe ein Spieler/eine Spielerin. Der Spieler legt die Flasche auf den Boden und setzt sich so darauf, daß sie längs der Pofalte unter ihm liegt.

    Die Flasche ist gestrichelt. Jetzt muß der Spieler die Füße noch überkreuzen, dass nur eine Ferse den Boden berührt. Das ist ganz schön wackelig. In dieser Haltung muß nun der Faden eingefädelt werden. Wer ist als erster fertig?

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    Viel Durst und kein Wasser

    Eine Gruppe Jäger ist unterwegs. Einer aus dieser ist ein großer Schluckspecht". Nach dem trockenen Seehundfleisch hat er einen Riesendurst bekommen. Leider kann im Moment kein Feuer gemacht werden. Da versucht er, mit den bloßen Händen ein Stück Eis zu schmelzen.

    Material: Eiswürfel (auf gleiche Größe achten) und Teller

    Wettbewerb: Von jeder Gruppe ein Spieler/eine Spielerin.
    Die Eiswürfel müssen so schnell wie möglich geschmolzen werden. Zeit zählt.

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    Wenn der Eisbär angreift

    Ganz ruhig sitzt der Eskimo da und angelt an einem Eisloch. Da hört er hinter sich ein Knurren. Er kennt das Knurren. Das Blut gefriert ihm in den Adern. Ein Eisbär. Er dreht sich um und fängt an, mit Schneebällen den Eisbär zu verjagen.

    Material: 2-3 Eisbären auf Karton aufgemalt, ca. 20 cm hoch und 30 cm lang. Die Eisbären werden an eine Schnur geklebt mit Klebeband. Die Schnur mit den Eisbären wird von zwei Mitarbeitern gespannt. Mehrere Softbälle.

    Wettbewerb: Von jeder Gruppe werfen ein Spieler/eine Spielerin aus ca. 3-4 Meter Abstand mit den Softbällen auf die Eisbären. Wurfweite vorher ausprobieren.
    Pro Treffer ein Punkt.

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    Schlittenwettfahrt

    Am Ende der Seehund-Jagdsaison veranstalten die Eskimos das traditionelle Hundeschlittenrennen.

    Material: Pro Spieler einen Pappschlitten, Schnur ca. 3-4 m, Bleistift oder 8 mm Durchmesser. Dübelstab ca. 20 cm lang.

    Die Schnur wird mit dem einen Ende fest an den Bleistift, mit dem anderen an den Schlitten geknotet.

    Wettbewerb: Von jeder Gruppe ein Spieler/eine Spielerin. Wer hat den Schlitten durch das Aufwickeln der Schnur über die Ziellinie gezogen? Dabei darf der Bleistift nur mit den Fingern gedreht werden (Daumen und Zeige-/ Mittelfinger.
    Wenn der Raum entsprechend groß ist, kann man auch folgendermaßen verfahren: Von jeder Gruppe zwei Personen. Eine, die zieht und eine, die auf dem "Schlitten" sitzt. Bei Räumen mit Teppichböden rutscht Karton gut. Bei Räumen mit Holz- oder PVC-Böden eignen sich gut Decken oder alte Kokosschuhabstreifermatten.
    Vorsicht bei Kurven. Da kann es die Schlittenfahrer böse aus der Kurve werfen.

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    Fische zu angeln kann schön schwer sein


    Endlich ist es Herbst geworden. Die Lachse steigen in den Flüssen wieder hinauf. Der Winter soll hart werden, hat der Medizinmann gesagt. Da ist es gut, wenn man viel Vorrat hat, wenn die Schneestürme über das Land brausen und man keinen Schritt vor den Iglu kann. Deshalb möglichst viele Lachse fangen.

    Material: Die Angeln vom Anfang werden umgebaut. Die Magnete/Haken werden entfernt und statt dessen werden Dichtungsringe (Dichtungsringe von 60 mm 0 Abwasserrohren, die Rohre sind grau, die D;chtungsringe schwarz. Erhältlich bei einem Flaschner/Baumarkt) an die Schnur gebunden. Ziel ist es, in einer bestimmten Zeit so oft wie möglich die Dichtungsringe über die Flaschenhälse zu balancieren.

    Wettbewerb: Von jeder Gruppe ein Spieler/eine Spielerin.

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    Wenn die Hose platzt

    Einleitende Geschichte:
    Zwei Eskimos waren unterwegs auf Jagd. Dabei ist dem ersten die Hose am Hintern (Allerwertesten) geplatzt. Weil es aber sehr kalt ist, muß der Schaden schnell behoben. Das Problem: Er hat keine Ersatzhose dabei. Deshalb muß sein Freund und Jagdgefährte versuchen, die Hose, während er sie an hat, mit einem Fellstück zu flicken.

    Material: Stoffstücke, Nadeln, Faden

    Wettbewerb: Von jeder Gruppe zwei Spieler/innen. In möglichst kurzer Zeit mit 12 Stichen den Stoff auf die Hose nähen. Damit es spannend wird, muß sich der Eskimo mit der geplatzten Hose über einen Stuhl legen (damit die Hose richtig spannt). Das Stoffstück darf nicht auf die Hosentasche genäht werden. Zeit stoppen
    Besonderheit: Pro Schrei (wenn der Eskimo mit der Nadel gestochen werden sollte) gibt es einen Punkt Abzug für die Gruppe

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    Wenn der Wal kommt

    Endlich beginnt der Sommer. Ein paar Eskimos haben sich auf die Klippe oberhalb des Dorfes gesetzt und halten Ausschau nach den Walen. Endlich sind sie in Sicht

    Material: Aus Karton einen Wal ausschneiden (man kann dann, um das Ganze etwas schwieriger zu machen noch eine kleine Zielscheibe aufmalen). Was noch besser aussieht: Einen Wal aus einem alten Bettuch ausschneiden und entsprechend anmalen. Ebenfalls mit einer Zielscheibe. Die Harpunen bestehen aus dicken Strohhalmen, die vorne mit etwas Knetmasse beschwert sind. So fliegen die Harpunen erstaunlich gut. Abstand ausprobieren. Pro Spieler 3-5 Harpunen oder Würfe.

    Wettbewerb: Von jeder Gruppe ein Spieler/eine Spielerin. Versucht, den Wal zu harpunieren.

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    Das Paddel ist verloren

    Eskimos können, auch wenn das Paddel einmal weg sein sollte, noch recht gut mit ihrem Kajak umgehen. Selbst die berühmte "Eskimorolle" (wenn der Fahrer gekentert ist und mit Kopf nach unten im Boot unterwasser hängt, sich wieder nach oben drehen) beherrschen sie ohne Paddel. Das wollen wir hier jetzt nicht vormachen oder üben, sondern wir werden eine vorgegebene Strecke mit einem "Trocken-Kajak" zurücklegen.

    Material: Ein Brett mit 3 drehbaren Rollen. Für die Hände eventuell Bauhandschuhe.- Das Brett kann auch mit einer Stichsäge in Bootsform ausgesägt werden.
    Welcher Fahrer/weiche Fahrerin durchfährt den Parcours am schnellsten?

 


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